Golf your life tour - Teil 1

 

Oh Man! Nachdem ich die unnötigen technischen Probleme wieder in den Griff bekommen habe, die mir eine kleine Pause aufgezwungen haben, geht es langsam wieder los. Zwischendurch haben Urlaub und Termine meinen  eigenen Terminkalender etwas durcheinandergeworfen. Natürlich werde ich nun in zwei Teilen von der GYL-Tour berichten, die ich im letzten Eintrag erwähnt habe. Danach geht es wie gewohnt mit weiteren Projekten und Erlebnissen aus meinem Golfleben weiter. Also los!

 

 

Ende April hatte ich ja eine Art Schottland- Ersatztour in NRW geplant. Vier wunderbare Plätze zu einer nicht ganz optimalen Jahreszeit und optimalen Wetter. Aber das Wetter macht einem echten Golfer ja wenig aus und in Schottland hätte man sich über dieselben, typischen Bedingungen gefreut. Als Gourmet würde ich mein Augenmerk auch eher auf die mir alle neuen Kurse und weniger auf die Scorekarte legen. Außerdem war ich in netter Begleitung meines Bloggerkollegen Alex von Golficiency, der extra aus Frankfurt angereist war. 

 

 

So ging es zu Beginn der Tour zum altehrwürdigen Golf- und Landclub zu Köln (Homepage) in Refrath. Dort waren wir mit dem Mitglied Zoltan und Professional Moritz Klawitter verabredet, der den Herrenflight vollzählig machen sollte. Da ich ein ausgewiesener Fan von Golfplatzarchitektur und Bernhard von Limburger bin, war ich auf diesen 5980 m langen Par72 - Limmy-Kurs besonders gespannt. Schon der besondere Eingangsbereich versprach den Zutritt auf eine ganz besondere Anlage. Das stählerne Eingangstor trug mittig das Wappen des 1906 gegründeten Traditionsclubs, der 1996/1997 nicht nur einen gewissen M. Siem als Clubmeister führt, sondern schon für einige Internationale Turniere der Gastgeber gewesen ist. Zuletzt war 2013 die European Seniors Tour mit den Berenberg Masters zu Gast. Neben unserem National-Bernhard tummelten sich auch Stars wie Gary Player und andere Haudegen auf dieser beeindruckenden Anlage.

 

 

Der Platz selbst ist ein wunderschöner Parkland-Kurs, der für die Jahreszeit doch in einem erstaunlich guten Zustand gewesen ist. Die Bahnen wiesen abwechselnde Verläufe und Ondulierungen auf. Erhöhte Abschläge, taktisch gut platzierte Bunker und andere Hindernisse (z.B. Wassergräben) machten die Runde mit den netten Flightpartnern zu einem Erlebnis. Die Grüns waren großzügig und leicht onduliert. Einigen Grünbunkern sah man schon von weitem an, dass man sich besser fernhält. Insgesamt waren sie aber recht fair. Die Bahnen waren von hohen Bäumen umgeben, die für jede Bahn ein ganz besonderes Szenario herstellten. Eine wunderbare Oase der Ruhe und Stimmung, die durch den teilweise begrenzten Lichteinfall noch hervorgehoben wurde. Unterm Strich ein toller  Tag auf einer ganz besonderen Anlage. So hatte ich mir das gewünscht!

 

 

Am nächsten Tag ging es mit Alex nach Pulheim. Hier empfing und der berühmte goldene Bär mit der Unterschrift eines gewissen Jack Nicklaus, der diesen Platz entworfen hatte. Ich kannte den Platz des Golfclubs Gut Lärchenhof (Homepage) als Zuschauer der Linde German Masters und der BMW International Open, wo ich  Ende Juni wieder den Pros der European Tour über die Schulter schauen kann. Es macht immer wieder Spaß zu sehen, was Golf-Professionals für Leistungen abrufen können und auf dem Platz zaubern. Da steht man als Hacker nur mit offenem Mund daneben  und fühlt sich irgendwie unwürdig. Aber Hallo, man verdient ja nicht sein Geld damit und hat die Möglichkeit jeden Tag unter Spitzenbedingungen zu trainieren. Falls ihr auch dort hin wollt, ist die Driving Range morgens ein ganz besonderer Platz, wo man die Stars bei Ihrer vorbereitenden Routine hautnah beobachten kann.

 

 

Auch als spielender Gast merkt man hier die gelebte Exklusivität. Das nicht gerade kostengünstige Fee von 110,00 EUR (Wochtag) beinhaltet jedoch nicht nur ein Birdiebook, eine exklusive und atemberaubende Driving-Range sowie kostenlose Ballpyramiden  mit sehr guten Titleist-Rangebällen, sondern auch einen schönen und offenen PGA-Stadiumcourse, mitten in NRW. Kurz noch zur Range. Diese ist nicht nur lang, sondern ondoliert, mit vielen reellen Zielen (Bunker + Grüns) und perfekten Abschlagmöglichkeiten ausgestattet. Hat man nicht alle Tage! Der Nicklaus-Platz ist als 6015m langer Par 72 Kurs sehr großzügig gestaltet,  gut ondoliert, mit strategisch gut platzierten Bunkern und geschickt angelegten Wasserhindernissen angelegt. Kein Wunder, dass hier die European Tour regelmäßig an den Start geht (momentan alle 2 Jahre). Der Platzzustand ist erwartet gut gewesen und das Wetter besser als angekündigt. Ab und zu mal ein Tropfen, einen halbstündigen Schauer , sonst bewölkt. Klar, dass in den teilweise nassen Regensachen kein solides Spiel bei mir zustande kam, aber das machte nichts.

 

 

Manchmal überkam einen ein Hauch von Ehrfurcht, gerade weil man hier schon richtiges Golf erleben durfte. Der Golfclub Gut Lärchenhof ist sicherlich, auch Greenfeetechnisch, eine Ansage hier in NRW. Man darf aber nicht vergessen, was man dafür geboten bekommt. Bei einer Tasse  Cappuccino konnte man im gehobenen Restaurant des Clubhauses einmal Revue passieren lassen. So hatte ich mir die Tour vorgestellt. Nicht unbedingt das Wetter, aber S*** happens J Vor uns lagen noch zwei tolle Tage auf den atemberaubenden Plätzen des Düsseldorfer Golfclubs und in Hubbelrath. Alles Plätze auf meiner Bucket-List! Wie es dort gewesen ist, berichte ich im nächsten Blog-Eintrag. Stay  tuned und golf your life!

 

  

Cheers, Carsten

 

www.glckoeln.de ( seht euch die Fotogalerie an!)

 

www.gutlaerchenhof.de