Who the F**K is early bird?

Golf am frühen – manchmal sogar sehr frühen - Morgen.

 

Ich bin ein leidenschaftlicher Early  Bird- Spieler! Ich liebe es, früh am Abschlag zu stehen und diese einmalige Ruhe zu genießen. Ab und zu sind auch andere Exoten auf der Anlage, trotzdem ist die Stimmung und die Vorfreude auf die Runde wunderbar.

 

 

Der anbrechende Tag gibt nach und nach das Licht frei und der noch etwas müde Körper atmet tief nicht nur die Luft sondern auch die Atmosphäre ein. Natürlich ist Golf-Buddy Dirk wie immer dabei und man kann es kaum erwarten, dass es endlich auf die Bahn geht.  Der erste Abschlag ist traditionell holperig, kein Wunder. Denn es war wie so oft ein typischer Kaltstart mit ein paar Dehnübungen. Die Driving Range liegt nur 15 m entfernt, jedoch schlage ich mich nur relativ selten en. Wenn, dann auch nur wenn ich noch Zeit habe und dem alten Körper schon mal in paar mehr Bewegungen gönnen möchte. 

 

 

Abschlag also nichtperfekt, aber zu über 90% liegt er gut spielbar. Ich muss hier keine  Höchstleistungen abliefern. Wenn ich das erwarte geht der Schuß  eh` nach hinten los. Die Freude am Spiel überwiegt. Nur der Platz und ich! Ball und Schläger sind natürlich auch dabei. Das Schöne ist, dass ich mich mit meiner Spielstärke in einer relativ stabilen und spielfreudigen Zone befinde. Dicke Ausrutscher gibt es nur selten , ordentliche Ergebnisse öfter und fast immer ist das unausgeschöpfte Potential dabei. Manchmal gelingt es tatsächlich dieses Potential auch abzurufen, aber dass kennen alle Golfer auf diesem Planeten. 

 

 

Der Platz ist morgens oftmals noch etwas feucht, gerade im Frühling oder Herbst. In der Entfernung dröhnen die Greenkeeper mit ihren Maschinen. Klasse, wenn ich um die Uhrzeit schon abgezogene Grüns bekomme. Wenn man mal kurz warten muss, ist es kein Beinbruch. Im Sommer bekommt man als Early Bird noch das Vergnügen die automatische Bewässerung mit einzuplanen. Die möchte mitspielen und arbeitet sich in Reihenschaltung von Grün zu Grün bzw. Tee zu Tee vor. Zusätzliche Spannung kommt auf, wenn man mit dem Abschlag an der Reihe  ist und jede Sekunde könnte es losgehen. Kurz warten könnte sich nicht lohnen, dann schon lieber zusätzlicher Nervenkitzel am Tee. Übrigens ist man in der Regel schon nach ein paar Loch „im Spiel“. Ein weiterer Vorteil neben diesen Erlebnissen der frühen Vögel ist natürlich, dass man auf der Runde selten Wartezeiten durch langsames Spiel etc. hat.

 

 

Es geht zügig voran und ist mit seinen 18 Loch in angemessener Zeit wieder im Clubhaus  oder auf der Terrasse, um bei Kaffee oder Bierchen die Runde nochmal Revue passieren zu lassen. Der Tag hat immer noch gerade erst richtig angefangen und mir geht es gut! Eine  schöne Runde Golf gespielt, tolle Eindrücke aufgesaugt und noch genug Zeit für die anderen wichtigen oder unwichtigen Dinge des Lebens.

 

 

Early Bird zu sein, ist genau mein Ding!   Cheers, Carsten