golf your Vice Plus. Ein Test!

Vice ProPlus! Als ich den Ball das erste Mal im Buyers Guide der Golfpunk erblickte, war meine Neugier ziemlich groß. Als leidenschaftlicher Vice-Spieler hatte ich ja bereits die bestehenden Bälle getestet und mich mit dem  Pro / Pro Shooter angefreundet. Herrlich, noch ein Spitzenball in der Reihe des bereits sehr guten Segmentes. Aber, was war denn beim „ProPlus“ anders? Also nahm ich Kontakt zu den netten Jungs auf, die gerade ziemlich viel mit Ihrem DGL-Engagement zu tun hatten. Schließlich bekam ich ein Paket mit ausreichend Bällen, um der Sache selbst auf den Grund zu gehen. Zur Unterstützung habe ich noch meinen Golfbuddy Dirk gebeten, mich bei einem Test mal parallel zu unterstützen. Dirk hat in seinem Spiel gerade einen besseren Treffmoment und kann die Kugel ziemlich weit schlagen. Da ich sein Spiel kenne, konnte ich auch Erkenntnisse beim Zuschauen zusätzlich dazu gewinnen.

Was war also anders? Von außen gewohnt cool, nur durch die Beschriftung der Ausrichtungsline war hinzugekommen. Nach der Beschreibung eine 4-Piece-Konstruktion, die sich im Gegensatz zu der 3-Piece-Konstruktion des Vice Pro positiv auf die Länge auswirken sollen. Auf dem Platz nahm ich mir vor, die wichtigsten Bereiche genau zu beobachten und durch Ballwechsel die Unterschiede herauszufiltern. Abschläge, Eisen, Kurzspiel und Putting sollten unter die Lupe genommen werden.

 

 

 

Zunächst zu den Abschlägen. Hier machte sich nach meiner Meinung der größte Unterschied bemerkbar. Wer Vice-Bälle kennt, weiß was sie für einen unglaublichen Zug entwickeln und sehr gute Längen erzielen. Der ProPlus setzte nochmal einen drauf. Die Dynamik, die sich durch die neue Konstruktion ergibt scheint wirklich „Meter zu machen“. Dirk konnte dieselbe Erfahrung machen, denn wir lagen mit den Drives durchschnittlich hinter den üblichen und gewohnten Landezonen. Was können nur die Cracks der DGL aus diesem Ball herausholen? Hier gab es also einen Daumen nach oben. Das schöne war, dass das Gefühl im Treffmoment nicht härter war, als mit der Pro-Serie.

 

 

 

Auf dem Fairway konnte ich ehrlich gesagt selbst keinen großen Unterschied feststellen. Das lag aber wohl daran, dass meine Eisen derzeit nicht die besten sind. Dirk traf die Eisen besser und die Kugel flog gewohnt weit. Das Gefühl im Treffmoment war ebenfalls bei den vollen Schwüngen gewohnt angenehm. Daumen ebenfalls hoch.

 

 

 

Im kurzen Spiel hatte ich das Gefühl, dass der ProPlus einen Tacken härter ist. Im direkten Vergleich meine ich einen minimalen Unterschied gespürt zu haben. Der Unterschied ist natürlich nicht so groß wie z.B. zum Drive-Modell , aber irgendwie ist es anders. Nicht schlecht – besonders nicht für meine Fähigkeiten. Daumen hier – nur vom Gefühl her – neutral.

 

 

 

Beim Putting was es ähnlich. Jedoch nur im direkten Vergleich. Dieser wäre mir vermutlich nicht aufgefallen, wenn ich nach einer Woche Pause nur den ProPlus im Bag gehabt hätte. Daumen auch hier neutral, aber vergesst nicht, dass ich hier als Bogeygolfer auf echt hohem Niveau teste.

 

 

 

Fazit: Dieser Balltest war sehr schwierig und hat trotzdem Spaß gemacht. Gutes Material mit gutem Material ist eben sehr anspruchsvoll. Seine Vorteile scheint der ProPlus in der Länge auszuspielen, ohne dabei an nennenswerten Einbußen leiden zu müssen. Der ProPlus wird mir gegen einen ollen Mikado-Ball butterweich vorkommen. Unterm Strich ist der Vice ProPlus in meinen Augen gut für Spieler geeignet, die über die Ballkonstruktion noch an Extralänge gewinnen wollen. Das Preis-Leistungsverhältnis ist gewohnt auf Spitzenniveau und daher unbedingt zu empfehlen. Das neu gestaltete Probepaket (neu 4 x 3  Bälle) hat den neuen ProPlus schon aufgenommen. Eine gute Gelegenheit mal selbst zu testen und die Vorteile bzw. Unterschiede der Modelle ProPlus/Pro/Tour/Drive mal herauszufinden. Infos gibt es auf der Page www.vicegolf.com.  Cheers, Carsten